Unser nächstes Ziel ist die 1195 gegründete St.-Nikolai-Kirche, die beim großen Brand 1842 zerstört und ab 1846 nach dem Kölner Dom und dem Ulmer Münster als Vorbilder wieder aufgebaut wurde. Den Zweiten Weltkrieg hat allerdings nur der 147m hohe Turm überstanden. Die Kirchenruine wurde als Gedenk- und Mahnmal für die Verbrechen des Faschismus und des 2. WKs im ruinösen Zustand erhalten.
Über die Deichstraße wandern wir anschließend in die Speicherstadt, die heute denkmalgeschützt ist und den größten zusammenhängenden Lagerhauskomplex der Welt bildet. Diese Gebäude im neugotischen Backsteinstil werden heute vor allem von Museen und Medienunternehmen genutzt, auch Teppichen werden noch in großen Mengen gelagert, hier befindet sich nach Teheran das größte Teppichlager der Welt. Mit dem Aufkommen der Containerschiffe seit dem 1970er Jahren verloren die Speicher ihre Bedeutung, da die Kanäle für die moderne Seefahrtlogistik viel zu eng sind.
Neben der hochwassergefährdeten Speicherstadt ohne Wohnungen und Büros entsteht mit der Hafen City ein modernes Büro- und Wohnviertel, das für Architekten aus der ganzen Welt ein wahres Eldorado bildet
Nach der Tour genießen wir das Mittagessen im Wasserschlössel, wo ich ein typisch hanseatische Seemannskost, nämlich Labkaus verkoste
Da es abends beim Weggehen regnet, streichen wir die für heute geplante Lichterfahrt und genießen italienische Köstlichkeiten im Portugieser Viertel.
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