Nach dem Frühstück wandern wir zur S1-Station Stadthausbrücke, weiter durch die Alsterarkaden, Alten und Neuen Wall - die noblen Shopping Malls - zum Jungfernstieg und auf den Rathausmarkt, wo die für heute geplante Free Walking Tour beginnt.
Die erste Siedlung im 8. Jh. entstand nicht an der Elbe sondern an der Alster. Früh bestimmten der Handel und ein selbstbewusstes Bürgertum die Geschicke der Siedlung. Heute ist die Hansestadt Hamburg Stadtstaat, Bundesland und zugleich Hauptstadt des Bundeslandes Hamburg. Die Stadt hat 7 Bezirke und 121 Abgeordnete, 1,9 Mill. Einwohner, 40.000 Millionäre, 11 Milliardäre, 17% Arme und 2000 Obdachlose.
Das Rathaus (111x70m) wurde auf einem Marschboden, in den zur Festigung des Untergrunds 4000 Pfähle gerammt wurden, gebaut. Nachdem das alte Rathaus 1842 vernichtet worden war, konnte 1897 das neue eingeweiht werden. Es wurde von Martin Haller im Neorenaissance-Stil entworfen und soll zusammen mit dem Rathausmarkt venezianisch wirken.
Der 112m hohe Turm teilt das Gebäude in einen rechten Flügel für den Hamburger Senat und einen linken für die Bürgerschaft. An der Hauptfassade zum Rathausmarkt finden sich zwischen den Fenstern 20 Skulpturen deutscher Kaiser
Über dem Haupteingang steht links eine Skulptur Karl des Großen und rechts von Friedrich Barbarossa, darüber steht in Latein die Inschrift „Mögen die Nachkommen die Freiheit, die ihre Väter erwarben, würdig erhalten“ und darüber das Wappen der Stadt Hamburg mit der Hammaburg auf rotem Hintergrund.
Wir wandern über den Rathausmarkt entlang der Kleinen Alster eingesäumt von den Arkaden zum Jungfernstieg
Unser nächstes Ziel ist die Petrikirche. Sie ist die älteste Pfarrkirche der Innenstadt und wurde 1195 erstmals erwähnt. Das jetzige Gebäude entstand 1844-49 nach dem Vorbild der beim großen Brand 1842 vollkommen zerstörten früheren Kirche im Stil der Backsteingotik
Hinter der Petrikirche liegt der Domplatz, auf dem bis zum Beginn des 19. Jh. der Mariendom stand, das katholische Gotteshaus unterstand aber dem Bremer Bischof und war im protestantischen Umfeld dem Verfall überlassen. 1804-07 wurde der Dom abgebrochen und der Platz zu einem öffentlichen Park.
Wir besuchen dann das Afrikahaus in der Großen Reichenstraße, das die Reederei Woemann von Martin Haller 1899 erbauen ließ. Hervorzuheben sind die Skulptur eines Afrikaners beim Eingang, 2 Elephantenköpfe und blau-grün-weiße Klinker. Hier erinnert uns der Tourguide an die grausame Kolonialzeit, wo in Nambia die Deutschen den ersten Völkermord des 20.Jh. zu verantworten haben, und die 5% Deutschen noch 90% der Ländereien besitzen.
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